Kommentare zu Freie Wähler

zum Beitrag von Klaus Mangold, stellv. Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler,

Stutensee Woche Nr. 29 vom 20. Juli 2017, Seite 13

Regina Vogt, 21. Juli 2017

Das „ökonomische ich“

  1. Es muss schon ein sehr großer Wald sein, wenn 2 6oo Menschen direkt daran wohnen, also ein ökonomisches Interesse haben könnten.
  2. Es soll tatsächlich noch Menschen geben, die sich für eine Sache einsetzen, ohne egoistische Hintergedanken zu haben!
  3. Die Anrainergrundstücke, auf die Sie ja wohl anspielen, sind so groß, dass sich jeder Käufer die Finger danach lecken würde, da man ansonsten in Büchig nur noch handtuchbreite Flächen erstehen kann. Der finanzielle Verlust wäre also durchaus verkraftbar.

Wohl aber nicht für die Stadt Stutensee, die die Grundstückserlöse, auch mit Ihrer Stimme, bereits fest eingeplant hat! Ich gehe davon aus, dass Sie den Haushaltsplan 2017 genauestens studiert haben. In sorgfältiger und verständlicher Weise ist dort auf die Risiken dieses Plans hingewiesen worden. Beispiel: Überschreitung der geplanten Personalkostenerhöhung, ebenso Überschreitung der geplanten Sachkostenerhöhungen, jeweils 8% statt 4% u. Ä.

In Kenntnis dieser Sachverhalte hat der Gemeinderat trotzdem weiteren Investitionen zu gestimmt. Man hat ja noch den Lachwald, den man verhökern kann! Klar, dass Ihnen jetzt der Angstschweiß läuft, wo Sie zur Kenntnis nehmen müssen, dass es erheblichen Widerstand gegen diesen Plan gibt. Könnte ja sein, dass Stadträte mal dafür zur Verantwortung gezogen werden

Klimawandel

Wenn Sie in der letzten Zeit die Medien aufmerksam verfolgt haben, wird Ihnen klar geworden sein, dass unumstritten ist, dass der Klimawandel auch im Südwesten angekommen ist. Immer heißer und trockener werdende Sommer, dafür heftigere Regengüsse und verheerende Stürme.

In vielen Städten versuchen die Verantwortlichen Maßnahmen zu ergreifen, die ihren Bewohnern diese Veränderungen erträglicher machen. Nicht so die Stadt Stutensee, wo die € – Zeichen in den Pupillen der Politiker die Sicht verschleiern. Dort will man ohne Skrupel 6,9 ha Wald vernichten, der für ein ganzes Wohnquartier als Klimaanlage funktioniert!

Im Übrigen ist dieser Wald als Überschwemmungsgebiert 1 eingestuft.

Denken Sie einmal darüber nach, es lohnt sich!


 

zum Beitrag von Klaus Mangold, stellv. Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler,

Stutensee Woche Nr. 29 vom 20. Juli 2017, Seite 13

Klaus Gompper, 21. Juli 2017

Hardtwald gegen Lachwald

Herr Mangold, vielleicht sollten Sie einmal eine Landkarte zu Rate ziehen. Der von Ihnen erwähnte 4700 Hektar große Hardtwald, der sich von Karlsruhe über 15 km nach Graben erstreckt, liegt nur mit einem sehr kleinen Stück jenseits der Kreisstraße und der vielbefahrenen Eisenbahntrasse in der Nähe von Büchig. Sie rechnen ihn aber gegen den Lachwald in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wohngebiet mit der größten Bevölkerungsdichte in Stutensee auf. Das zeigt leider, dass Sie den Nutzen des Büchiger Lachwaldes für Mensch und Umwelt immer noch nicht verstanden haben. Und dass man zum „nachhaltigen“ Erholen einen riesigen Wald braucht, zeugt auch nicht von übermäßiger Sachkenntnis.

(Vermeintlicher) Büchiger Volksmund wird zitiert – schlimm!

Aber besonders schlimm finde ich, dass Sie den (vermeintlichen) Büchiger Volksmund zitieren, der Lachwald diene „eher dem Gassigang zwischendurch“. Das ist pure Polemik, um nicht zu sagen zynisch.

Junge und Alte, Schule und Kindergarten nutzen den Lachwald

Tatsache ist, dass Bürgerinnen und Bürger, Alte wie Junge, den Lachwald gerne aufsuchen und als Naherholungsgebiet nutzen.
Tatsache ist, dass die Büchiger Grundschule den Wald regelmäßig als Waldklassenzimmer nutzt.
Tatsache ist, dass die Büchiger Kindergärten gerne in den Lachwald gehen und die Vorschulkinder dort lernen, Natur und Wald zu „begreifen“.

Das hat überhaupt nichts mit „Gassigehen“ zu tun. So etwas zu behaupten ist niveaulos.

Ich kann kaum glauben, dass Sie hier die Meinung der Freien Wähler vertreten.


 

 zum Beitrag von Klaus Mangold, stellv. Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler,

 Stutensee Woche Nr. 26 vom 29. Juni 2017, Seite 17

Klaus Gompper, 5. Juli 2017

Herr Mangold schreibt in einem Beitrag der Freien Wähler, dass einige (Wer?) behaupten würden, dass die Abholzung einer Teilfläche (mehr als die Hälfte!) des Lachwaldes und die Vermarktung als Wohnbaufläche nötig sei, um die Stutenseer Schulden in 2020 um 26 Mio Euro zu reduzieren. Weiterhin schreibt er, dass nur ein Teil der Sondertilgung daraus resultiert, der größere Anteil käme aus anderen Quellen.

Wie groß ist der Anteil aus dem Lachwald und was sind die anderen Quellen?

Es wäre doch endlich einmal an der Zeit und eigentlich Aufgabe der Fraktionen, Klartext zu reden und den Bürgerinnen und Bürgern belastbare Zahlen zu nennen. Richtig ist doch, dass die Stadt Stutensee von 2017 bis 2020 rund 51 Millionen Euro aus Grundstückverkäufen einnehmen will und davon wird der Lachwald der größte Einzelposten sein.

Aber keiner sagt uns wieviel.

Auf eine Anfrage beim Stadtkämmerer am 24. März 2017 wurde zwar bestätigt, dass im Jahr 2020 bei den Grundstücksverkäufen in Blankenloch und Büchig im Umfang von fast 25 Mio Euro die Einnahmen aus dem Lachwald dabei sind, aber welche Summe daraus eingeplant ist, wollte er mit Verweis auf erfolgreiche Verkaufsverhandlungen nicht sagen!

Richtig ist doch, dass die Stadt Stutensee in der Zeit zwischen 2007 und 2015 in ihrem Kernhaushalt etwa gleichbleibende Schulden von ca. 6 bis 8 Mio Euro ausgewiesen hat. Seit 2016 steigen die Schulden aber rapide an und sollen bis 2019 rund 40 Mio Euro erreichen. Dann kommt die Sondertilgung, auch mit Geld aus der Lachwaldabholzung, und die Schulden sinken wieder auf „nur“ rund 13,7 Mio Euro. Und was kommt dann?

Dies geschieht alles mit der Unterstützung der Freien Wähler, die dem Haushalt einstimmig zugestimmt haben. Der Lachwald als größter Einzelposten bei den Grundstückseinnahmen wird in den Haushaltsreden der Freien Wähler und der anderen großen Fraktionen aber nicht einmal erwähnt.

Es ist klar, dass Investitionen in einer Kommune notwendig sind. Aber man sollte nur das Geld ausgeben, das man hat, oder zumindest eine moderate Schuldenpolitik betreiben. Was hier mit Unterstützung der Freien Wähler und der anderen Fraktionen geschieht, ist das Gegenteil von nachhaltigem Wirtschaften und dazu auch noch auf Kosten von Natur und Umwelt.

Die genannten Zahlen können dem im letzten Dezember verabschiedeten Haushaltsplan 2017 entnommen werden.

 

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