Über den Lachwald

Klaus Gompper, 12. April 2017

Historisches

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Lachwald ein Teil des großen Hardtwalds. Der Ausschnitt aus einer Topographischen Karte des Raums Carlsruhe zeigt dies deutlich. Lediglich die Verbindungsstrasse von Hagsfeld nach Blankenloch durchquert ihn. Im Wald zweigt auch die Straße nach Büchig ab, das östlich des Lachwaldes liegt.
Mit dem Bau der 1895 eröffneten Rheinbahn Mannheim-Karlsruhe (über Blankenloch), wurde der Lachwald vom Hardtwald getrennt.

Bebauung und heutige Form

Mit der Aufstellung und Umsetzung der Bebauungspläne Waldstraße (1960) und Lachwald (1969) mit Buchenring, Kiefernweg, Tannenweg und Akazienweg wurde ein großer Teil des Lachwaldes in Baugebiet umgewandelt. Seitdem hat er seine heutige Form.

Der Lachwald ist heute ein wertvoller Mischwald mit einer vielfältigen und schützenswerten Tier- und Pflanzenwelt.

Wald und Umwelt

In den letzten 50 Jahren hat sich unsere Einstellung zu Umwelt und Natur grundlegend geändert, auch wegen der sich  abzeichnenden Auswirkungen des Klimawandels. Die Bedeutung von Wald
hat dadurch eine starke Aufwertung erfahren. Hier sei nur auf seine Funktion als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sein Beitrag zum Klimaschutz, zur Luftreinhaltung und zum
Grundwasserhaushalt und nicht zuletzt seine Erholungsfunktion für die Menschen genannt.

Und wie sieht die Stadt Stutensee ihre Wälder?

aus: Website  Stutensee – Natur in Stutensee (hier)

Unsere Wälder – hohe ökologische Wertigkeit mit attraktivem Freizeitwert
…Alle Waldflächen stehen unter Landschaftsschutz und sind Teil des europaweiten Schutznetzes NATURA 2000. Als sog. FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) zählen sie zu einem innereuropäischen Netzwerk von Lebensräumen und tragen dazu bei, typische Lebensräume mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten…

Alle Waldflächen – also auch der Lachwald!

Und trotzdem wollen die Stadt und der Gemeinderat über die Hälfte des Lachwalds für Wohnbebauung abholzen!

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