Stutensee Woche – SPD-Fraktion

zum Beitrag von Heinrich Sickinger, Vorsitzender der SPD-Fraktion

Stutensee Woche Nr. 49, 7. Dezember 2017, Seite 13

Regina Vogt, 09. Dezember 2017

Da hat Herr Sickinger mal wieder endlose und totlangweilige Berechnungen angestellt, nur um dem Wahnsinn einer Waldrodung einen ökologischen Anstrich zu verpassen. Eigentlich sollte man auf so einen Nonsens gar nicht antworten. Aber nach Aussage eines Investors im Neubaugebiet „Lachenfeld“ (Büchig) verdient ein erheblicher Teil der dort zugezogenen Bürger seine Brötchen bei SAP!

Rechnen Sie doch einmal aus, wieviel Schadstoffemission eingespart werden könnte, wenn diese Menschen von Spöck aus ihren Weg zur Arbeit antreten würden.

Eine weitere Aufgabe wäre herauszufinden, wie groß der positive Einfluss wäre, wenn es ausreichend Park-and-Ride-Plätze an den DB-Haltestellen in Stutensee gäbe. Aber da baut man in  Blankenloch ja Wohnhäuser.

Viel Spaß beim Rechnen!

 


zum Beitrag von Heinrich Sickinger, Vorsitzender der SPD-Fraktion,

Stutensee Woche Nr. 46, 16. November 2017, Seite 13

Regina Vogt, 28. November 2017

Felder statt Wälder!

Wie schmerzhaft und frustrierend muss der Gedanke für Sie sein, Herr Sickinger, wenn Sie – falls der  Lachwald tatsächlich abgeholzt werden dürfte – ökologisch wertvollste Maisfelder und Wiesen für diesen, ach so nutzlosen Wald als Ausgleichsflächen zur Verfügung stellen müssen!

Da bleibt nur ein Trost, dass die störenden Vögel, Reptilien, Hirschkäfer und Fledermäuse bereits freiwillig die Flucht angetreten haben, um dem Krach und der Unruhe bei der Rodung zu entgehen.

Eine wahre emotionale Herausforderung für Sie!

Eine mitleidige Seele


zum Beitrag von Heinrich Sickinger, Vorsitzender der SPD-Fraktion,

Stutensee Woche Nr. 46, 16. November 2017, Seite 13

Klaus Gompper, 20. November 2017

Vorbemerkung: Die Zahlen in den Klammern ( ) verweisen auf Quellenangaben, die Sie hier finden

Jawohl Herr Sickinger, Klimaschutz beginnt in der Kommune. Und ja, man muss sich darüber Gedanken machen „ …dass uns nur noch wenig Zeit bleibt, eine noch größere Klimakatastrophe zu verhindern“. Bei so viel Einsicht in den Klima- und Umweltschutz muss doch die Frage erlaubt sein, warum dann die SPD und die anderen großen Fraktionen im Stutenseer Gemeinderat so vehement darauf hinarbeiten, dass der halbe Lachwald unwiederbringlich abgeholzt wird. An dem sozialverträglichen Wohnen, dessen Bedarf in Stutensee immer noch nicht quantifiziert ist, kann es jedenfalls nicht liegen. Den könnte man auch auf anderen stadteigenen Grundstücken verwirklichen, wenn man das nur wollte.

Aber offensichtlich ist der Wald gar nicht so wertvoll. Herr Sickinger hat nämlich „gelegentlich gegoogelt“ und herausgefunden, dass ein Hektar (ha) Mais etwa fünfmal so viel Sauerstoff (O2) produziert wie ein ha Wald. Leider hat Herr Sickinger die Quellen nicht angegeben, wo er diese „interessanten Erkenntnisse“ entdeckt hat.

Der Versuch, diese doch verblüffenden Zahlen zu verifizieren, gelang leider nicht. So ist auf der Homepage des Deutschen Maiskomitees e.V. und anderer Verbände, denen man bestimmt nicht unterstellen kann, negatives über den Mais zu veröffentlichen, zu finden, dass ein ha Mais den Jahressauerstoffbedarf von 50-60 Menschen liefert (1). Hier muss man ein bisschen vorsichtig sein, denn der Sauerstoffbedarf richtet sich natürlich danach, ob der Mensch in Ruhe ist oder ob er körperliche Arbeit verrichtet. Bei einem gemittelten jährlichen Sauerstoffbedarf eines Menschen von rund 300 kg (2) würde der ha Mais rund 15.000 bis 18.000 kg Sauerstoff produzieren.

Und der Wald? Eine Tanne kann laut der baden-württembergischen ForstBW (3) pro Tag „bis zu 13 Kilogramm Sauerstoff freisetzen, also über 4700 kg pro Jahr! Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg schreibt in einer Broschüre für Kinder: „Dabei liefert ein Baum so viel Sauerstoff wie ca. 10-20 Menschen zum Atmen brauchen“(4). Auf der Website der Bayerischen Staatsforsten kann man nachlesen (5), dass Laubwälder jedes Jahr 15 Tonnen Sauerstoff pro Hektar produzieren, Nadelwälder kommen sogar auf 30 Tonnen pro Hektar und Jahr. Auf eben dieser Website ist eine sehr schöne Grafik abrufbar (6), die nicht nur zeigt, wieviel Sauerstoff der Wald produziert, sondern auch was er sonst noch leistet. Das sollte auch nicht unberücksichtigt bleiben.

Aber zurück zum Mais: Es ist bekannt, dass Mais eine effektive Photosynthese aufweist, also relativ viel CO2 in Sauerstoff umwandeln kann, und zwar in der Zeit, in der er wächst. Aber bei weitem nicht in dem Maße (fünffach), wie von Herrn Sickinger in seinen „interessanten Erkenntnissen“ aufgeführt. Ganz vergessen hat er darüber hinaus, was den ertragreichen Anbau von Mais ausmacht: Pflügen, Säen, Düngen. Pflanzenschutz, Ernten, Transportieren usw… Wie sieht dann die Öko- oder Sauerstoffbilanz aus (7)? Oder wie schätzt er das Naherholungsgebiet Maisfeld und dessen Artenreichtum dort ein?

Also bitte nicht irgendein schnell gefundenes Ergebnis aus dem Internet ungeprüft übernehmen und wenn schon, dann bitte mit Quellenangabe. Das lernen unsere Kinder schon in der Schule.

Übrigens findet man beim „gelegentlichen googeln“ auch, dass Elvis lebt!


zum Beitrag von Heinrich Sickinger, Vorsitzender der SPD-Fraktion,

Stutensee Woche Nr. 46, 16. November 2017, Seite 13

Jörg Schelling, 17. November 2017

Herr Sickinger hat wieder mal mit seinem neuen Beitrag zum Thema Wald versucht, Hochwissenschaftliches zu erklären, was den dümmsten Stutenseer gescheit machen sollte.

So kann ein Maisacker eine Waldfläche auf einfachste Weise um ein Vielfaches ersetzten um unseren Bedarf an Sauerstoff weit besser zu versorgen. Gleiches soll eine Wiese können.

Herr Sickinger meint wohl den Sauerstoff, der bei der landwirtschaftlichen Maisgewinnung für die Energieerzeugung zur Verfügung gestellt wird. Und eine Kuh produziert auch nicht gerade Sauerstoff, wenn sie das Gras gefressen hat.

Eine Mischwaldfläche produziert 365 Tage im Jahr Sauerstoff. ein Maisfeld ca. vier Monate, eine Wiese etwa 7 Monate.

Aus Sicht von Herrn Sickinger, sollte man Befürworter sein, den Regenwald platt zu machen und für landwirtschaftliche Nutzflächen zur Verfügung stellen.

Die nächste Katastrophe wartet bereits auf uns alle.

Ist das Klimapolitik Herr Sickinger?

 


 zum Beitrag von Heinrich Sickinger, Vorsitzender der SPD-Fraktion,

 Stutensee Woche Nr. 26, 29. Juni 2017, Seite 16

Detlef Vogt, 5. Juli 2017

Selektive Wahrnehmung!

Leider kein Gespräch mit der BI-Lachwald schreibt der Fraktionsvorsitzende der SPD, Herr Sickinger, und findet das sehr bedauerlich. Während einer der vergangenen Gemeinderatssitzung meinte Herr Sickinger noch im höchsten Maße missbilligend, dass Bürgerinitiativen wie Pilze aus dem Boden schießen, der Gemeinderat aber deshalb nicht umfällt.

Misst man die Aussagen an der obigen Überschrift, so fällt folgendes auf:
Es wird nicht ein Teilstück, sondern mehr als die Hälfte des Lachwaldes der Bebauung zugeführt. Eine Verniedlichung soll wohl in die Irre führen. Sie und Ihre Fraktion hätten eher über den Erhalt des Lachwaldes als über die Rodung und dem damit rechtlich vorgeschriebenen Ausgleich diskutieren vielleicht auch nachdenken sollen.

Sie hoffen, dass die BI sich aktiv „in die Neugestaltung… der nördlich und nordöstlich angrenzenden Flächen mit einbringt“. Nehmen Sie doch einmal zur Kenntnis, dass wir nur Gespräche führen, die den Erhalt des Lachwaldes in seinem gesamten Umfang zum Ziel haben. Wir sind nicht die „Steigbügelhalter“ der Abholzung.

Sie errechnen, dass jährlich in der Stutenseer Waldfläche von 225 ha gut 4 ha Wald eingeschlagen und wieder aufgeforstet werden. Wollen Sie damit etwa sagen, dass sich die Büchiger Bürger bei 7 ha Abholzung nicht so aufregen sollen? Nehmen Sie nicht wahr, dass es sich beim Forst um ein aus- und aufforsten auf einer 30 mal so großen Fläche handelt, ohne die Natur zu zerstören.

Sie behaupten kein Tafelsilber zu „verscherbeln“. Wie sollen Büchiger Bürger dann den Abbau eines Teils des astronomischen Schuldenberges im Jahre 2020 verstehen, wenn im Haushaltsentwurf 2017 u. a. zu lesen ist: “Die eingeplanten hohen Grundstückserlöse sind wie immer mit Risiken verbunden…ohne Grundstückserlöse keine Investitionen…neben der Fertigstellung des Stutensee-Bades könne nur noch existentiell notwendige Investitionen realisiert werden…usw“. Damit man dem Volk die Abholzung verkaufen kann, gibt man sich plötzlich „sozial“, also Sozialer Wohnungsbau. Geht denn Sozialer Wohnungsbau nur mit der Abholzung des Lachwaldes? Stellen Sie anschließend den Sozialen Wohnungsbau ein? Wo war das soziale Gewissen der SPD in Büchig 21 und im Lachenfeld?

Doch da war noch was. Zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft schreiben Sie, Herr Sickinger: „Aus Sicht der SPD-Fraktion ist dies auch der einzige Grund, weshalb wir uns für die Bebauung eines Teils des Lachwaldes entschieden haben“. Nutzen Sie etwa die Zustimmung der SPD zur Bebauung der Hälfte des Lachwaldes als Drohkulisse, um die Ziele Ihrer Partei zu erzwingen. Ich fürchte ja, denn Parteiinteresse stand und steht bei den etablierten Parteien über Bürgerinteresse. Das war bedauerlicherweise schon immer so.


Regina Vogt, 4. Juli 2017

Die trügerische Ruhe um die Lachwaldbebauung ist vorbei. Die SPD steigt mit ihrem Fraktionsvorsitzenden in den Ring; allerdings tut sie das mit abenteuerlichen Argumenten.

Wenn Herr Dr. Eichkorn von der Forstbehörde des Landratsamtes berichtet, wieviel Holz jährlich in der Ganzheit der Stutenseer Wälder eingeschlagen wird, so handelt es sich hierbei um pflegerische und forstwirtschaftliche Maßnahmen, die dem Wald nicht schaden, sondern nutzen: Werden allerdings flächendeckend 6,9 ha Mischwald gerodet, verkauft und bebaut, zerstört man damit unwiederbringlich ein wertvolles, funktionierendes Ökosystem!

Ich frage mich allmählich bange, auf welchem Niveau unsere gewählten Volksvertreter argumentieren.

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem Funken Ehrlichkeit? Warum gesteht die SPD nicht endlich ein, dass sie mit Schuld daran trägt, dass die Stadt Stutensee ungebremst auf einen Schuldenberg von 40 Millionen Euro zurast. Offensichtlich ist ihr der Begriff „striktes Sparen“ so zuwider, dass sie lieber den halben Lachwald verscherbelt, um damit – vorübergehend(!) – die Schulden zu senken.

Ein Jammer, dass Gemeinderäte kein ökologisches und ökonomisches Wissen nachweisen müssen.


 

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