Bedeutung des Lachwaldes

Büchig und sein Lachwald

Das Gebiet des Büchiger Lachwaldes war früher Teil des Hardtwalds und ist damit ein Jahrhunderte altes Waldgebiet (s. Historisches). Aufgrund der regelmäßigen forstwirtschaftlichen Nutzung ist sein heutiger Baumbestand etwa 80 Jahre alt.

Naherholung im Lachwald

Der Lachwald als siedlungsnaher Naturraum ist ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet für die Büchiger und Blankenlocher Bürger!

Das Gebiet des Buchenrings in Büchig ist das Wohngebiet mit der größten Bevölkerungsdichte in ganz Stutensees. Der Lachwald liegt direkt neben diesem Wohngebiet und ist für Alt und Jung gut zu erreichen, ohne vielbefahrene Straßen überqueren zu müssen.

Die BüchigerGrundschule nutzt den Lachwald regelmäßig als Waldklassenzimmer. Auch die Büchiger Kindergärten gehen gerne in den Lachwald, wo die Vorschulkinder lernen, Natur und Wald zu „begreifen“.

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier sagte bei seinem Antrittsbesuch in Baden-Württemberg: „Der Wald spiele für den Natur- und Klimaschutz eine bedeutende Rolle… …und sei ein Lebens- und Erholungsraum. In der Gesellschaft müsse dem Wald daher ein hoher Stellenwert eingeräumt werden.“ 

Der Lachwald liefert einen unersetzlichen Beitrag zum Klimaschutz, zur Luftreinhaltung und zum Grundwasserhaushalt!

Der Lachwald ist Bestandteil der Grünzäsur zwischen Blankenloch und Büchig. Er wurde den Bürgern seitens der Stadtverwaltung bisher als unantastbar beschrieben. Der Lachwald hat positive Einflüsse auf die

Klimaschützer Lachwal

klimatischen Verhältnisse in dem dichtbesiedelten Büchiger Wohngebiet. Er wirkt als Lärmschutz und Feinstaubfilter;

  • In den 6,9 ha Lachwald werden pro Jahr rund 90 Tonnen CO2 gespeichert! Durch die Photosynthese wird Sauerstoff gebildet. Eine 20 Meter hohe Fichte produziert z.B. in etwa den täglichen Sauerstoffbedarf von 35 Menschen.
  • In der bodennahen Humusschicht des Waldes werden rund 50 Liter Niederschlagswasser pro m² Waldboden gespeichert. In den 6,9 ha Lachwald sind das rund 3,5 Millionen Liter! Eine Abholzung würde zur Grundwasserabsenkung führen.
  • Der Lachwald trägt entscheidend zum Mikroklima bei (Temperaturausgleich, Windbremse, Staubfilter)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Klimaschützer Wald: Der Wald steht in enger Wechselwirkung mit dem Klima, lokal und global. Er trägt maßgeblich zur Sauerstofferzeugung und Kohlenstoffspeicherung bei und spielt eine zentrale Rolle im Wasserkreislauf. Lokal übt der Wald einen ausgleichenden Einfluss auf das Umgebungsklima aus und befreit die Luft von Verunreinigungen. Der Wald ist daher der größte Klimaschützer in unserem Land.

Der Lachwald besitzt als Mischwald eine vielfältige und schützenswerte Flora und Fauna!

Mischwälder bieten besonders vielen Tieren und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum.

Wir leben im Büchiger Lachwald…
…und wollen, dass es so bleibt!

In den ersten beiden Märzwochen 2017 wurde durch einen Experten eine vorläufige Erfassung der Vögel im Lachwald durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass der Lachwald Teil des Lebensraums einer großen Zahl geschützter Vogelarten ist. Von den erfassten 28 besonders und streng geschützten Arten (vergl. Anlage 1, Spalte 2 und 3 der Bundesartenschutzverordnung) gelten alleine sechs als streng geschützt. Hier sei nur der Grauspecht (Picus canus) genannt, der darüber hinaus auf der Roten Liste 2 (stark gefährdet) steht. Es ist damit zu rechnen, dass mit den Zugvögeln im Laufe des Frühjahrs noch weitere geschützte Vogelarten dazugekommen sind. Eine Zusammenstellung der Vögel und Pflanzen finden Sie hier.

Bei den Amphibien, Reptilien und Insekten wurde noch keine Bestandsaufnahme durchgeführt. Nachgewiesen ist das Vorkommen des Grasfrosches (Rana temporaria), von Grünfröschen   (Pelophylax), Erdkröte (Bufo bufo) und der Ringelnatter (Natrix natrix), der Blindschleiche (Anguis fragilis) und des Hirschkäfers (Lucanus cervus), Insekt des Jahres 2012. Aus langjährigen Beobachtungen von Anwohnern ist das Vorkommen von Fledermäusen nachgewiesen. Alle einheimischen Fledermäuse gehören zu den besonders und streng geschützten Arten.

Die Stadt Stutensee schreibt: Alle Waldflächen (Anmerkung: Demnach auch der Lachwald!) stehen unter Landschaftsschutz und sind Teil des europaweiten Schutznetzes NATURA 2000. Als sog. FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) zählen sie zu einem innereuropäischen Netzwerk von Lebensräumen und tragen dazu bei, typische Lebensräume mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.

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