Geplante Forstmaßnahmen im Lachwald erneut bestätigt

Gemeinderat bestätigt erneut einstimmig die geplanten Forstmaßnahmen im Lachwald

In der Gemeinderatssitzung am 28.Januar 2019 bestätigte der Stutenseer Gemeinderat, wie bereits am 26. November 2018, wieder einstimmig den Bewirtschaftungsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2019 einschließlich der darin enthaltenen Sicherungs- und Pflegemaßnahmen im Lachwald:

Der Gemeinderat beschließt, die erforderlichen und notwendigen forstwirtschaftlichen Sicherungs- und Pflegemaßnahmen im Lachwald im Rahme des beschlossenen Nutzungs-, Kultur- und Bewirtschaftungsplans für das Forstwirtschaftsjahr 2019 auszuführen.
Abstimmungsergebnis: einstimmige Zustimmung

Fachlich fundierte und informative Präsentation durch zuständige Forstleute

Vorausgegangen war eine Präsentation von den zuständigen Forstleuten. In gewohnt sachlicher, fachlich fundierter und informativer Art erläuterten der Leiter des Forstamtes beim Landratsamt, Herr Moosmayer, und der zuständige Revierleiter, Herr Haag, die geplanten nachhaltigen Forstmaßnahmen im Stutenserer Stadtwald und insbesondere im Lachwald. Es wurde, wie schon bei den beiden Waldbegehungen, klar dargestellt, dass die Erholungsfunktion des Lachwalds an erster Stelle steht. Außerdem erfüllt er weitere wichtige Aufgaben, wie zum Beispiel Wasser- und Klimaschutz. Die jetzt geplanten Forstmaßnahmen haben neben notwendigen Eingriffen wegen abgestorbener Bäume (geschädigte Kiefern, Verkehrssicherheit) das primäre Ziel, den Wald nachhaltig und langfristig und damit auch für zukünftige Generationen gesund zu erhalten (hier). Dass bei den Forstmaßnahmen auch Bäume gefällt werden müssen, liegt auf der Hand. Aufgrund der Verzögerung sollen bis zum Frühjahr nur die Maßnahmen zur Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Ab September sollen dann die weiteren Maßnahmen folgen.

BI „Lachwald erhalten“ will den Argumenten nicht folgen

Leider will die Gruppe um Herrn Heger und Frau Suhr der BI „Lachwald erhalten“ weiterhin diesen Argumenten nicht folgen. Das geht sogar so weit, dass sie eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Forstamt veranlasst haben und mit einer einstweiligen Verfügung drohen (s. dazu meinstutensee.de (hier) und BNN-Artikel (hier)). Sie begründen dies unter anderem damit, dass im Lachwald mehr Festmeter Holz pro Hektar geschlagen werden als im Bundesdurchschnitt. Eine sehr gewagte Auslegung einer Statistik. Den Holzeinschlag in rund 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland mit unterschiedlichster Struktur und Zusammensetzung (Wikipedia: Wald in Deutschland (hier)) auf 11,5 Hektar Lachwald mit definierter Baumzusammensetzung (hier) zu übertragen. Ein „Downscaling“ um den Faktor von rund 1.000.000 !

Bürgerentscheid zum Lachwald verbietet nicht nachhaltige Forstbewirtschaftung

Ebenso gewagt ist die von Herrn Heger und Frau Suhr vertretene Meinung, die nun geplante nachhaltige Bewirtschaftung des Lachwalds würde dem erfolgreichen Bürgerentscheid vom 18. Februar 2018 entgegenstehen. Stichwort: „Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten“. Es ging beim Bürgerentscheid darum, dass der Lachwald in seiner Größe und Form erhalten bleiben und nicht bebaut werden soll, aber es ging definitiv nicht um die Art und Weise, wie der Wald bewirtschaftet wird (siehe dazu auch (hier)).

Eine Frage muss zum Schluss erlaubt sein

Wen vertreten Herr Heger und Frau Suhr von „Lachwald erhalten“ eigentlich? Hier sei der letzte Absatz des Beitrags „Lachwald: Pflegemaßnahmen erhitzen die Gemüter“ bei meinstutensee.de vom 29. Januar 2019 (hier) zitiert:

Die zweite Bürgerinitiative “Rettet den Lachwald” um Klaus Gompper sowie die von den Bürgerinitiativen unabhängigen Lachwaldfreunde und Ärzte, die im Zuge des Bürgerentscheids vor einem Jahr für den Erhalt des Waldes gekämpft hatten, distanzierten sich von dem Vorgehen der “Lachwald erhalten”-Gruppe.

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Lesen Sie dazu auch: BNN-Hardt, 01.02.2019: Rascher Einschlag verringert das Risiko (hier)

 

 

 

 

 

 

 

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