Lachwald ist gerettet!

Der Gemeinderat der Stadt Stutensee hat in seiner Sitzung am 23. April 2018 dem folgenden Beschlussvorschlag:

Der Gemeinderat beschließt die endgültige Herausnahme der vorgesehenen Wohnbaufläche„Lachwald II“ (ST-W-017) aus der Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030.

einstimmig zugestimmt! Somit ist nun auch die letzte Hürde für den dauerhaften Erhalt des Lachwalds genommen.

Diese Entscheidung ist für den Lachwald von entscheidender Bedeutung, denn der Bürgerentscheid vom 18. Februar 2018, in dem die Stutenseer Bürgerinnen und Bürger mit überwältigender Mehrheit für den Lachwald gestimmt haben, hat nur eine Bindefrist von drei Jahren. Auf das laufende Verfahren zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 (FNP)  des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe hat der Bürgerentscheid keinen Einfluss.

Entscheidung hat sich abgezeichnet

Die Entscheidung für den Lachwald hat sich in den letzten Wochen abgezeichnet. Unter dem Eindruck des eindeutigen Bürgerentscheids haben sich die Parteien und die Stadtverwaltung in ihren Stellungnahmen deutlich für den dauerhaften Erhalt des Lachwalds ausgesprochen.

Weitere Beschlüsse

Neben der endgültigen Herausnahme des Lachwalds (ST-W-017) aus dem FNP 2030 hat der Gemeinderat auch die Herausnahme der geplanten Wohnbauflächen südlich Blankenloch (ST-W-001, ST-W-003, ST-W-004) beschlossen, die ja bereits vom Regionalverband wegen des Eingriffs in die Grünzäsur zwischen Blankeloch und Büchig sehr kritisch gesehen wurden. Dadurch fallen rund 16 ha ursprünglich geplante Wohnbaufläche weg, die die Stadt in Form eines „allgemeinen Flächenpools“ im FNP 2030 belassen will. Ob, wo und wie dieser Flächenpool in Stutensee in Anspruch genommen werden wird, soll laut Vorlage der Stadt „…in einem neuen Prozess bearbeitet werden. Dabei sollen die Ergebnisse und die Erfahrungen aus den Perspektivwerkstätten „Zukunft Stutensee – Wohnen“ einfließen.“ Auch dem hat der Gemeinderat zugestimmt.

Irritationen durch erste Beschlussvorlage

Die ursprüngliche Beschlussvorlage für die Gemeinderatssitzung zurm Thema Lachwald war in ihrer Formulierung nicht ganz klar. Dies führte zu Befürchtungen von Bürgerinnen und Bürgern, dass sie so interpretiert werden könnte, dass der Lachwald nach wie vor über den oben genannten Flächenpool im Verfahren des FNP 2030 bleiben würde. Wir haben uns daraufhin an die Fraktionsvorsitzenden der im Gemeinderat vertretenen Parteien gewandt und mit der Stadtverwaltung über eine Überarbeitung der Beschlussvorlage gesprochen.

Unsere Bedenken wurden ernst genommen

Unsere Bedenken wurden erfreulicherweise ernst genommen, und die Beschlussvorlage wurde neu formuliert, so dass jetzt eindeutig war, dass der Lachwald endgültig aus dem Flächenutzungsplan herausgenommen wird und auch kein Bestandteil des Flächenpools sein wird.

Kampf für den Wald hat sich gelohnt

Nach über einem Jahr Kampf, mit allen Höhen und Tiefen, haben wir das Ziel erreicht. Der Lachwald ist gerettet! Dies wäre nicht möglich gewesen ohne die vielen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich aktiv für den Wald eingesetzt oder für den Erhalt des Lachwalds gestimmt haben. Ihnen allen herzlichen Dank. Es hat sich gelohnt!

Optimistisch für einen Neuanfang in Stutensee

Wir hoffen, dass zukünftig wieder ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis zwischen Bürgerschaft und Kommunalpolitikern erreicht wird und sehen einem Neuanfang in Stutensee optimistisch entgegen.

 

 

 

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