Lachwald II soll aus dem Flächennutzungsplan 2030 herausgenommen werden

Stadtverwaltung teilt aktuellen Sachstand mit

Vor über einem Monat, am 18. Februar 2018 stimmten die Stutenseer Bürgerinnen und Bürger mit überwältigender Mehrheit gegen den Beschluss des Gemeinderats zur Aufstellung eines Bebauungsplans „Lachwald II“, und damit für den Erhalt des Lachwaldes. Seither war von der Stadtverwaltung nahezu nichts dazu zu hören, wie sie nach diesem eindeutigen Votum der Bürgerschaft weiter vorgehen wird. Man hatte sogar den Eindruck, dass der Bürgerentscheid  in Stutensse gar nicht stattgefunden hat.

Nun hat Oberbürgermeister Demal in der letzten Gemeinderatssitzung am 19.03.2018 den aktuellen Sachstand mitgeteilt. Er betonte, dass die Verwaltung sich derzeit mit dem Nachbarschaftsverband Karlsruhe (NVK) und dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein über das weitere Vorgehen abstimmt. Er bat dabei um Verständnis für den langsamen Fortschritt.

Gesamte Flächenkulisse für Blankenloch mit Büchig soll nun aus dem FNP 2030 wieder herausgenommen werden

Geplante Flächenkulisse Stutensee für den FNP 2030 (zum Vergrößern klicken)

Frau Baubürgermeisterin Tröger erklärte weiter in der Gemeinderatssitzung (hier), …dass die Verwaltung vorschlägt, dass über die Fläche „Lachwald II“ hinaus die gesamte Flächenkulisse im Stadtteil Blankenloch mit Büchig aus dem Verfahren zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans herausgenommen wird. Die notwendige Beschlussfassung des Gemeinderates soll hierzu in öffentlicher Sitzung im April erfolgen.

Die gesamte von der Stadt Stutensee eingebrachte und von der Verbandsversammlung des NVK am 22.05.2017 beschlossene Flächenkulisse für den Flächennutzungsplan 2030 kann beiliegender Tabelle entnommen werden. Für den Bereich Blankenloch und Büchig waren vorgesehen (gelb markiert): Östl. Fleckensteiner Weg (ST.2-W-001), Südl. Hohe Eich I (ST.2-W-003), Südl Hohe Eich II (ST.2-W-004) und Lachwald II (ST.2-W-017).

Zur Erinnerung: Es bestand für Stutensee kein Bedarf, neue Wohnbaugebiete für den FNP 2030 zu melden, denn es waren noch ausreichend viele, seit 2004 im FNP 2010 genehmigte, aber noch nicht bebaute Flächen, vorhanden. Allerdings wollte die Stadt einige dieser nach wie vor gültigen Flächen im FNP 2030 herausnehmen und gegen neue Wohnbauflächen, hauptsächlich in Blankenloch und Büchig tauschen. In Blankenloch war das die Wohnbaufläche Nördl. Eggensteiner Straße (ST.1-W-012), die unter anderem gegen den Lachwald getauscht werden sollte. (Sehen Sie dazu unseren Beitrag „Stutensee braucht kein Baugebiet Lachwald II (hier) vom 04.01.2018)

Neue Flächenkulisse soll unter Einbeziehung der Öffentlichkeit entwickelt werden.

Frau Tröger erklärte in der Gemeinderatssitzung weiter: In Abstimmung mit den Gemeinderatsfraktionen soll ein Prozess ausgearbeitet werden, wie unter Einbeziehung der Öffentlichkeit hier eine Flächenkulisse entwickelt werden kann.

Schön, dass man jetzt die Öffentlichkeit in so wichtige Entscheidungen einbeziehen will. Wären die Stutenseer Bürgerinnen und Bürger bereits früher in die Entwicklung der Flächenkulisse für den FNP 2030, zu der auch der Lachwald gehörte, eingebunden gewesen, wäre Stutensee im letzten Jahr einiges erspart geblieben.

Wir werden mit großem Interesse die weitere Entwicklung beobachten.

Lesen Sie auch den Beitrag „Stadt rollt Flächennutzungsplan neu auf“ bei meinstutensee.de (hier).

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