AfS schreckt vor nichts zurück

Der AfS sind die Argumente ausgegangen

Dass der sogenannten „Allianz für Stutensee“ (AfS), ein Zusammenschluss von CDU, Freien Wählern, SPD und FDP, die Argumente ausgegangen sind, sieht man ja schon, wenn man ihre wie ein Werbeprospekt eines unseriösen Immobilienmaklers aufgemachte Broschüre sieht. Man braucht darin nur zu lesen, mit welchen abenteuerlichen Begründungen und Versprechungen wir Stutenseer aufgefordert werden, gegen den Wald zu stimmen. Begründungen, die nichts mit dem Lachwald und schon gar nichts mit der Fragestellung beim Bürgerentscheid zu tun haben.

Jetzt müssen auch noch die Vereine, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen herhalten

Aber wer gedacht hat, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, sieht sich leider getäuscht. Auf der vorletzten Seite der AfS-Broschüre steht als Überschrift: „Mit Nein stimmen Sie auch FÜR die Stärkung von Vereinen, Kirchen und Feuerwehr“. Und auf der letzten Seite findet man unter „Wenn Sie mit Nein stimmen. dann sind Sie FÜR:“ als Punkt 10: „Stärkung von Vereinen, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen…“

Überschrift Seite 10 der Broschüre der sogenannten Allianz für Stutensee

Die Bürgerinnen und Bürger sollen also mit NEIN und damit für die Abholzung des halben Lachwalds stimmen, damit „Vereine, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen gestärkt“ werden. Das bedeutet doch umgekehrt, wenn sie mit JA für den Erhalt des Lachwalds stimmen, dann schwächen sie die Vereine, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen! Das ist ungeheuerlich! Dies führt zu einer Polarisierung in Stutensee!

Beide Bürgerinitiativen sprechen sich entschieden gegen die Instrumentalisierung von Vereinen, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen aus

Die beiden Bürgerinitiativen Rettet den Lachwald und Lachwald erhalten wenden sich entschieden gegen diese Instrumentalisierung von Vereinen, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisation. Sie haben deshalb bereits am 5. Februar folgende gemeinsame Pressemitteilung an die Medien geschickt:

Gemeinsame Presseerklärung der Bürgerinitiativen Rettet den Lachwald und Lachwald erhalten

Die Allianz für Stutensee (AfS), ein Zusammenschluss von CDU, Freien Wählern, SPD und FDP, fordert die Stutenseer Bürgerinnen und Bürger auf, beim Bürgerentscheid am 18.02.2018 mit Nein und damit gegen den Lachwald zu stimmen. Ihre Argumente haben oft nichts mit der Abstimmungsfrage zu tun und führen zu einer Polarisierung der Stutenseer Bevölkerung. Die AfS schreckt nicht einmal vor der Behauptung zurück, dass ein Nein bei der Abstimmung zu einer Stärkung von Vereinen, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen führt.

Die Bürgerinitiativen sprechen sich entschieden gegen eine solche Instrumentalisierung von Vereinen, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen aus. Diese Institutionen und Einrichtungen sind unerlässlich für das Zusammenleben und Gemeinwohl in unsere Stadt. Die Menschen die sich hier zusammenfinden und engagieren, müssen sich auch nach dem Bürgerentscheid noch in die Augen sehen können und weiterhin gemeinsam für unser aller Wohl dort mitgestalten.

Wir, die Bürgerinitiativen fordern deshalb die Allianz für Stutensee entschieden dazu auf, diese Art der Wahlwerbung, die zu einer Spaltung in der Stutenseer Bevölkerung führt, zu unterlassen und zurückzunehmen. Wir fordern die AfS weiter dazu auf, sich auf die eigentliche Abstimmungsfrage beim Bürgerentscheid zu konzentrieren. Sie lautet: „Sind Sie dafür, dass der Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und der Beschluss des Gemeinderats zur Aufstellung eines Bebauungsplans „Lachwald II“ aufgehoben wird?“. Darüber soll die Bürgerschaft in Stutensee mit JA oder NEIN abstimmen. Wir hoffen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, sei es durch Briefwahl oder durch Abstimmung am 18. Februar.

Dr. Klaus Gompper, Bürgerinitiative Rettet den Lachwald
Susanne Suhr, Bürgerinitiative Lachwald erhalten

Es wird nicht erwartet, dass Vereine, Kirchen, Feuerwehr oder Rettungsorganisationen in der Lachwalddiskussion Partei ergreifen. Schließlich vertreten sie alle Menschen, die sich dort zusammenfinden und engagieren, ob diese nun für oder gegen den Lachwald sind.

So spaltet die AfS die Stutenseer Bevölkerung

Die Parteien, die sich zu der sogenannte „Allianz für Stutensee“ zusammengeschlossen haben, spalten durch die Instrumentalisierung von Vereinen, Kirchen, Feuerwehr und Hilfsorganisationen die Stutenseer Bevölkerung. Das ist unverantwortlich! Dafür haben wir sie nicht gewählt!

Es gibt auch eine Zeit nach dem Bürgerentscheid!


Lesen Sie dazu bitte auch

– Stellungnahme der Stutenseer Kirchengemeinden (zum Beispiel hier).
– „Kirchen Vereine und Lachwald“ in meinstutensee.de (hier)
– „Verstärkte Aktivität“ in den BNN (pdf hier)

oder schauen Sie sich die beiden Fernsehbeiträge vom 06.02.2018 an

– in der Landesschau Baden-Württemberg, SWR-Fernsehen (hier)
– bei Baden-TV (hier).


Liebe Stutenseer Mitbürgerinnen und Mitbürger, gehen Sie bitte zur Abstimmung beim Bürgerentscheid am 18. Februar oder nutzen Sie noch die Möglichkeit der Briefwahl.

Stimmen Sie mit JA für den Lachwald.
Für Mensch, Natur und Umwelt!

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